Perspektiven für Sachsen-Anhalt

Shownotes

Weiterführende Links & Quellen

Zum Interviewpartner & Verband:

• AWSA – Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalt e.V.: https://aw-sa.de • AWSA Präsidium: https://aw-sa.de/index.php/ihr-awsa/praesidium/

Zum Drohnenerprobungszentrum Cochstedt

• DLR-Standort Cochstedt (offiziell): https://www.dlr.de/de/das-dlr/standorte-und-bueros/cochstedt • Nationales Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme: https://www.dlr.de/de/ux

Zur energieintensiven Industrie / Wirtschaftsstruktur

• Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: https://statistik.sachsen-anhalt.de • IW Köln / IW Consult (häufige Quelle für Bundesländer-Rankings zur Energieintensität): https://www.iwconsult.de • BDI / Chemieverband VCI (Branchendaten Chemie): https://www.vci.de

Zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

• Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt: https://wahlen.sachsen-anhalt.de

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00:00:02: Wirtschaft im Osten, der Podcast zur Lage in Ostdeutschland.

00:00:12: Heute steht Sachsen-Anhalt im Mittelpunkt.

00:00:14: Kein Wunder dass das Interesse in diesen Wochen enorm ist!

00:00:18: Denn Anfang September wird ja in dem Bundesland mit rund zwei Millionen Einwohnern gewählt – eine richtungsweisende Landtagswahl.

00:00:27: Ich spreche mit Marco Langhoff, dem Arbeitgeberpräsidenten in Sachsenanhalt.

00:00:33: Er ist selbst langjähriger Unternehmer im IT-Bereich, jemand der sich nicht nur bei Zukunftstechnologien sondern auch im Land bestens auskennt.

00:00:44: Wir sprechen über die Lage der Unternehmen in angespannten Zeiten, über die Wahl und vor allem was die Wirtschaft für wichtig hält – Perspektiven für Sachsen-Anhalt.

00:00:58: Hallo Herr Langhof herzlich willkommen hierbei.

00:01:02: Wirtschaft im Osten, schön dass sie dabei sind.

00:01:07: Wir sprechen über die Lage der Wirtschaft auch natürlich über die aktuelle Lage, über die Erwartungen der Unternehmen und gleichzeitig blicken natürlich viele Beobachter auf Sachsen-Anhalt ihr Bundesland, Ihr Heimatland natürlich auch aus politischen Gründen weil in September Landtagswahlen Und das Ergebnis jedenfalls nach Umfragen, erheblichen Einfluss auch auf die Wirtschaft haben könnte.

00:01:38: Wie gehen Sie als mittlerweile ja doch schon langjähriger Arbeitgeberpräsident mit den Aussichten um?

00:01:46: Welche Erwartungen haben sie?

00:01:47: Welchen Blick haben Sie auf die Landtagswahl?

00:01:51: und vor allen Dingen welche Erwartung haben Sie?

00:01:55: Also zunächst mal tun wir das, was unsere Rolle ist.

00:01:58: Wir bringen uns ein in die Diskussion.

00:02:01: Wir studieren sehr gründlich die Programme der Parteien, die hier zur Wahl stehen haben schon tatsächlich ... Das war Anfang Mai das erste Mal alle Spitzenkandidaten auf die Bühne gebracht und quasi mit unseren Fragen, mit unserer spezifischen Perspektive konfrontiert.

00:02:24: Einzelne Gespräche in kleinerer Runden, wo man dann tatsächlich mal ohne Presse auch kritische Fragen stellen kann.

00:02:33: Und im Grunde jedes Parteiprogramm darauf hin abklopft welche wirtschaftspolitischen Auswirkungen hat das?

00:02:39: Und sich natürlich auch aufstellt und sagt, da passt uns das eigentlich nicht.

00:02:43: Bisschen gesagt, da warnen wir davor, dass das kontraproduktiv sein könnte.

00:02:48: Das verstehen wie als unsere Rolle als Interessenvertreter – ja man könnte auch sagen jubilisten.

00:02:55: aber ich finde die Interessenvertretung einfach besser weil auch die Politik muss wissen was Wirtschaft gut oder schlecht findet.

00:03:02: Das klingt im ersten Moment sehr fachlich sachlich sicher auch nachvollziehbar und verständlich.

00:03:10: Aber wenn wir auf die Inhalte schauen, das ist da besonders wichtig weil das Angebot der Parteien in Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl ist ja relativ groß.

00:03:26: Wenn wir ins Grundlegende gehen, ist es wirklich die Frage nach den Wirtschaftsstrukturen und welche Auswirkungen die Parteiprogramme auf die Wirtschaftsstruktur haben.

00:03:37: Alles andere leitet sich daraus ab – die beschäftigten Zahlen, die Wertschöpfung... Lohnniveaus und so weiter.

00:03:47: Es ist alles abhängig davon, wie sieht eigentlich die Struktur der Wirtschaft im Land aus?

00:03:51: Und was hilft den gewachsenen Strukturen weiter zu wachsen?

00:03:55: Welche weiteren Struktulen brauchen wir?

00:03:58: Was schadet Ihnen?

00:03:59: Da müssen wir halt genau drauf gucken... ...was dabei rauskommt!

00:04:05: Und was heißt das konkret, wo liegen da Ihre Präferenzen?

00:04:09: Jetzt meine ich nicht parteipolitisch.

00:04:10: Sondern einfach in der Sache.

00:04:14: die wirtschaftspolitische Diskussion in den letzten Jahren und auch gerade aktuell ist natürlich von Energiepreisen bestimmt Bürokratieabbau gerade da.

00:04:24: es könnte auch ein kostengünstiges Konjunkturprogramm sein.

00:04:29: Was sind da die Themen, die Sie in Sachsen anhalt besonders umtreiben?

00:04:33: Wir schauen da im Grunde auf drei Säulen.

00:04:35: Das eine fangen wir mal von groß nach klein sozusagen an, sind die Industriestandorte in Sachsen-Anhalt.

00:04:42: Also das was wirklich sehr große Anteil der Wertschöpfung ausmacht.

00:04:48: Sachsenhalt ist ja nicht Chemieland, viel Automobilzulieferung

00:04:52: usw.,

00:04:53: und so weiter.

00:04:55: Einerseits gucken wir auf die Standortbedingungen in Sachseneinhalt, andererseits gucken Ja, was die Randbedingungen hier sind.

00:05:06: Wir haben ja dummerweise in Sachsen-Anhalt keine Headquarters, keine Konzernzentrale zu sitzen.

00:05:12: das lohnt uns natürlich enorm.

00:05:14: helfen auch nur eine einzige davon hier zu haben.

00:05:17: Es sind vor allen Dingen jetzt könnte man sehr polimisch sagen verlängerte Werkdenke.

00:05:20: so weit runterbrechen würde ich es nicht.

00:05:22: aber wenn man schwarz-weiß zeichnen wollte werden die Entscheidungen hier nicht getroffen.

00:05:28: Gleichwohl müssen wir eben dafür sorgen, dass die Entscheidungen, die anderswo getroffen werden auf günstigeren Bedingungen treffen.

00:05:35: Also wenn man da irgendwo anders in der Bundesrepublik oder gar im Ausland drauf guckt taugt dieser Standort oder taugter nicht, müssen wir zusehen das wir nicht verlieren.

00:05:47: Ich zitiere mal einen Konzernvertreter, er sagt er fährt ins Headquarter und dann muss sich Hochlohnstandorte gegen die Bestlohn-Standorte ist ein bisschen euphemistisch.

00:05:56: Wir müssen sich verteidigen und sagen, warum sind sie eigentlich da?

00:06:00: Da müssen wir gucken dass wir helfen die Randbedingungen zu formen und zu formieren also sowas wie Energiepreise aber eben auch die Frage Innovation mit nach vorn zu bringen und zu sagen was zeichnet denn diese Standorte gegenüber anderen Standorten aus?

00:06:18: Und auch da kann man etwas tun.

00:06:19: Also, man muss jetzt nicht nur auf Energiepreise schauen sondern auch schauen wie kann man durch geschickte Verknüpfung mit Innovationen, Wissenschaft und so weiter dafür sorgen dass man sagt ne der Standort macht ganz patente Sachen den lassen wir einfach mal bestellen.

00:06:35: also das wäre die Säuleindustrie.

00:06:37: Dann gibt es die etwas kleinere Säule, aber zahlenmäßig natürlich viel größere der Unternehmen, die in Sachsen-Anhalt tatsächlich ihre Heimat haben.

00:06:46: Das sind so die Mittelständler und da ist die Idee tatsächlich zu fragen wie kann Politik helfen, die kleinen großzumachen?

00:06:56: Vielleicht auch die hidden Champions draus zu machen, die größeren Unternehmen, ich sag mal so ein Unternehmen wie die Regio GOM oder die GTEC Am Standort Magdeburg haben mehrere Tausend Beschäftigte, sind ganz still und Bescheidung vor sich hingewachsen.

00:07:11: Das müssen wir einfach vervielfältigen weil wenn sie mal bei der Regio kommt zum Beispiel nachfragen.

00:07:16: am Standort magdeburg sind die Durchschnittswöhnung viel höher als an Standort Essen.

00:07:20: Guck an das hat was mit Struktur zu tun nicht mit Ost und West.

00:07:24: Und das haben wir erkannt und haben gesagt hier könnt ihr ansetzen.

00:07:27: Ihr müsst euch als Politik dem Schicksal nicht ergeben und das werden wir auch nicht tun.

00:07:33: Die dritte Säule, auf die ich gerne verweisen möchte sind dann die Startups.

00:07:36: Irgendwo müssen ja auch Mittelständler mal anfangen.

00:07:38: Die fangen nicht sofort als Mittelständer an, sondern müssen irgendwann mit einer neuen Idee kommen.

00:07:43: Da gelten natürlich andere Spielregeln aber auch das ist ja die wesentliche Quelle der Innovation und da muss man eben auch mit leben... Nicht jedes Pflänzchen oder nicht jedes Sagenkornchen, das man in den Boden bringt dann auch tatsächlich groß wird und entsprechend dafür die Randbedingungen schaffen.

00:08:00: Dass sie vielleicht nicht sofort im Freilandbild stehen und dass die genug gewässert und gedüngt werden so dass sie eine möglichst große Chance halten erst mal zu keimen und vielleicht dann auch wirklich groß zu

00:08:10: werden dass Sachsen-Anhalt Potenzial hat, hat aus meiner Sicht durchaus auch die Diskussion in den letzten Jahren ja gezeigt.

00:08:20: Mal abgesehen davon das Intel leider aus anderen Gründen die Ansiedlung gescheitert ist.

00:08:29: aber das lag sicherlich nicht am Standort sondern war es sicherlich auch ein Beispiel dafür, dass Sachsens Anhalt als Industrieland, als Standort, als Wirtschaftsstandort Potential.

00:08:42: Nun sind Rahmenbedingungen durch Landesregierungen immer nur zum Teil beeinflussbar, in der Regel durch die große Bundespolitik oder auch durch internationale Entwicklung wie wir es im Moment erleben.

00:08:55: Was erwarten Sie?

00:08:56: Und welche Möglichkeiten hat aus Ihrer Sicht Landespolitik und was erwarten sie da auch dann mit einer neuen Landesregierung.

00:09:06: Wir lassen jetzt mal die Frage, wer sie am Ende anführen wird bei Seite also die Erwartung an eine künftige Landespolitik unter diesen Vorgaben, unter dem Aspekt dieser Themen, die wir gerade diskutieren.

00:09:25: Es ist im Grunde genommen eine dreiteilige Frage.

00:09:27: Ich fange aber Intel an, es war ja nicht so dass drei Beäute vor Sachsen-Anhalt standen und man hat sich die falsche ausgesucht.

00:09:34: Es war ein Rieseninvestitionsthema und an der Stelle kann man eben auch schon zeigen was das Land tun kann nämlich sehr schnell mit dem Intel Tempo Flächenausweisen über die ganzen Infrastrukturthemen entscheiden Dinge auf den Weg bringen.

00:09:53: Ich glaube, auch wenn Intel nicht geklappt hat aus Gründen die wahrscheinlich bei Intel selbst in Santa Clara zu finden sind, hat man gezeigt dass man es schafft sich auf die Weltkarte der Technologie zu beamen.

00:10:05: ich kann das sagen, ich komme aus der Halbleiterlei habe auch früher eine halbleiter Wirtschaft gearbeitet und hab dann zu diesem Zeitpunkt viele Anrufe bekommen von ehemaligen Kommilitoren, Geschäftspartnern usw.

00:10:17: Auch bei Besuchen in den USA haben die Leute ungestützt das Wort Magdeburg-Buch stabilen können und haben gesagt, sie kennen ihn doch.

00:10:25: Das ist schon mal was wert an der Stelle zu sagen wir haben hier einen Standort und wer ist bei Intel als gut befunden worden?

00:10:33: Und es sind nicht die Gründe weil der Standort schlecht war dass Intel das aufgegeben hat.

00:10:38: Das bleibt hängen und da hoffe ich auch dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

00:10:42: also das zeigt was das Land dazu tun kann.

00:10:46: Bei der Frage, was kann der Bund dazu tun?

00:10:49: Muss ich sagen ganz offen bin ich im Moment etwas ernüchtert und ehrlich gesagt auch ein wenig enttäuscht.

00:10:56: Dass man gerade in Angesichts der Wahl die uns bevorsteht...

00:11:03: Ich

00:11:03: sage jetzt mal was Ketzelrisches ein Stück weit bereit ist Sachsen-Anhalt vor dem Bus zu werfen.

00:11:08: Man könnte ja Signale setzen, man könnte sagen wir steuern bestimmte Großinvestitionen eben gezielt nach Sachsen-Anhalt aber nichts dergleich bis zu sehen.

00:11:18: Ich bin auch nicht die einzige, der das so empfindet und ich habe das auch sozusagen in Berliner Kreisen nochmal so ein bisschen gefragt.

00:11:24: und vielleicht wenn sie einen Indikator wollen... ich glaube es war ein Tag der Metall- und Elektroindustrie wo Boris Pistorius gesagt hat, also mit den Wahlen in den Ostländern.

00:11:36: Meine Damen und Herren da wundert bloß zwölf Prozent der Leute.

00:11:41: Das spricht

00:11:42: Bände!

00:11:43: Und ich bin sonst kein großer Verfechter von Ost- und West- und ich hoffe meine Kinder denken nicht in diesen Kategorien.

00:11:49: aber ich muss es historisch tun wenn ich begründe warum die Dinge so sind wie sie sind.

00:11:55: Ich finde die Diskussion darüber ist notwendig.

00:11:58: Und dann sollte man hinterher nicht um sich im Katzen ja mal ergehen und sagen, die im Osten oder in Sachsen-Anhalt sind alle rechtsradikal oder tun nicht das was wir holen.

00:12:08: Da habe ich wirklich... also wir können das auch gerne noch vertiefen diesen Eintritt.

00:12:14: Was erwarten wir?

00:12:16: Das ist wirklich eine sehr schwierige Frage!

00:12:20: Wir haben das ja in gewisser Weise schon wenn wir sozusagen in einem Szenario denken dass hier eine besondere politische Konstellation entsteht, die noch nie entstanden ist.

00:12:31: Und die ist ja in jeder Form besonders egal was wie sie sich das Ergebnis denken.

00:12:35: Wir haben das schon mal durch mit Rot-Rotgrün also mit dunkelrot rot grünen Minderheitsregierung.

00:12:42: Rainer Töpner in den neunziger Jahren, wir erinnern uns vielleicht auch von der älteren Erinnerung Das war verheerend für Sachsenmann heute.

00:12:51: Investoren haben einen großen Bogen um dieses Land gemacht Das wurde uns auch so gesagt.

00:12:57: Da sind große Industriepark, sich erinnern war Technologiepark Ostfalen, sind einfach leer geblieben und die hochfliegenden Pläne sind je abgestotzt.

00:13:09: Das hat einen

00:13:10: Einfluss.

00:13:11: jetzt muss man aber an der Stelle sagen dass das muss man auch differenziert sehen.

00:13:16: Natürlich gab es Leute, die gesagt haben ja und da regiert jetzt irgendwie eine rot-rot grüne Regierung mit linken Socken oder bei der Fox solche Sachen.

00:13:25: Und deswegen investieren wir hier nicht.

00:13:27: und dann sind sie da umgegangen gegangen.

00:13:28: Also das haben wir erlebt.

00:13:30: Das finde ich natürlich ein bisschen.

00:13:32: wie soll ich sagen?

00:13:33: Da schiebt man einen Argument vor und tut dann etwas was eigentlich damit nichts zu tun hat.

00:13:43: Es wird sehr, sehr spannend wie Investoren auf diese Situation reagieren.

00:13:49: Und wenn wir alle Gedankenexperimente durchspielen und jetzt auch mal sagen okay nehmen wir einfach mal als Versuchsaufbau an die AfD würde die absolute Mehrheit bekommen würde ich denjenigen die sagen na ist ja egal sollen sie mal probieren sollen mal gegen die Wand fahren würde ich denen sagen wenn ihr euch mal nicht täuscht Ich glaube schon, dass auch Hitler der AfD – wir gucken einfach mal auf die weltweite Entwicklung wie sich sozusagen rechtspopulistische Tendenzen sozusagen entwickeln.

00:14:26: Ich glaube schuhen das da der eine oder andere Investor in der Hinterhand steht und sagt wenn am sechsten September die Wahl so auszuhält, wie wir uns das vorstellen dann können wir am siebten September große Investitionen machen.

00:14:38: Und das wird ne schwierige Diskussion dann!

00:14:40: Nur

00:14:43: mal als Gedankenexperiment.

00:14:47: Mit diesem Gedanken muss man sich auseinandersetzen, weil das ist jetzt nicht herbeifantasiert.

00:14:53: Ich kann da auch keine weiteren Fakten nennen aber ich meine zu wissen dass man in allen Parteien kluge Köpfe hat die einfach denken können und diese auch ins Senal denken können Und insofern sollte man das nicht so eindimensional spielen und sagen, ja ist doch egal was in Sachsen-Anhalt passiert.

00:15:15: Da haben wir jetzt natürlich durchaus Sorgen vor dass man wie gesagt im benannten Sinne einfach sagt gut sollen sie halt scheitern.

00:15:26: ich lebe in Sachseneinander Ich fühle mich hier für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich.

00:15:31: ich finde das keine gute Option da müsste man mehr kämpfen.

00:15:39: Ich will da nochmal das Stichwort Verstärken vertiefen, weil Ministerpräsident Schulze sehr frühzeitig – also schon lange aber dann auch als er Ministerpräsident geworden war gesagt hat öffentlich mehrfach.

00:15:59: Wenn eine AfD-Regierung im Amt sein sollte, dann würden internationale Investoren wegbleiben und internationale Mitarbeiter nicht mehr oder weniger nach Sachsen-Anhalt kommen.

00:16:18: Das ist vorverständlich gewesen?

00:16:20: Ja, das stimmt auch.

00:16:23: also es würden bestimmte Investoren würde nicht mehr kommen und würden sagen, okay das ist jetzt das erste Mal in Deutschland seit hundert Jahren dass eine rechtsgerichtete Partei an die Macht kommt.

00:16:39: So ist ja die Erzählung.

00:16:41: ich habe auch schon Interviews mit internationalen Zeitungen führen dürfen, die das genauso reflektieren.

00:16:48: man schaut schon auf Sachsen-Anhalt bestimmte Investoren würden das zur Grundlage nehmen zu sagen, nein da investieren wir nicht.

00:16:57: Ich weiß nur darauf hin.

00:16:58: es gibt auch andere die sagen ja jetzt erst recht.

00:17:03: So ein Dimensionale ist die Welt.

00:17:04: Ein anderes Paar Schuhe ist natürlich die Frage wenn im Parteiprogramm ich sage dass ganz klar der AfD gesteht, wie war das kulturfremde Arbeitsmigration ablehnen, also dass sie das tun und das zur Politik werden würde dann hätten wir tatsächlich ein großes Problem.

00:17:28: Ich habe das bei dieser Veranstaltung tatsächlich auch Koranpublikum gefragt.

00:17:32: wer bitte entscheidet denn darüber was jetzt kulturfremd ist?

00:17:35: Ist es meine polnische Mitarbeiterin in der Buchhaltung oder ist es mein kolumbianischer Azubi?

00:17:40: oder ich schätze schon meine malaisischen KI-Experte?

00:17:48: Und genau das ist auch unsere Aufgabe hier an der Stelle, Klartext zu reden.

00:17:53: Auch gegenüber einer AfD also ihr zu sagen Leute so geht dass nicht ja und auch an dieser Stelle klar zu sagen wir können nur sagen was wir als Wirtschaft wollen.

00:18:04: Wir werden den Leuten nicht vorschreiben was sie werden sollen aber wir weißen darauf hin was die Folgen in der einen oder anderen Form sind.

00:18:12: Die Frage, die jetzt naheliegt, Herr Langhoff, weil Sie Eingangs beschrieben haben.

00:18:17: Dass sie natürlich mit allen Parteienvertretern sprechen.

00:18:21: Sie haben ja da Anfang Mai auch die große Wahlarena gemacht und alle teilgenommen haben.

00:18:27: Was ist denn Ihr Eindruck?

00:18:29: Ihr Gefühl auch was sozusagen Wirtschaftsfreundlichkeit oder besser noch Verständnis für die Bedürfnisse?

00:18:40: der Unternehmen, wie ausgeprägt ist das?

00:18:43: und wo wir gerade über AfD sprechen.

00:18:48: Was für ein Wirtschaftsverständnis herrscht davor nach ihrer Einschätzung?

00:18:53: Ich will auch noch mal sagen warum ich das frage.

00:18:56: weil die Diskussion über die Rolle der AfD und wie man sich mit ihr auseinandersetzt Die war nach meiner Erfahrung in den letzten zehn Jahren zunächst sehr eindimensional und das zieht sich bis heute immer noch durch.

00:19:14: Es reicht eben nicht zu sagen, es ist eine rechtsextremistische Partei, sondern man muss sich inhaltlich mit ihr auseinandersetzen.

00:19:21: Das nach meinem Eindruck zu wenig passiert.

00:19:24: Sicherlich musste man da auch lernen.

00:19:26: aber jetzt geht es um die Frage der Inhalte.

00:19:29: und was ist gut für ein Bundesland?

00:19:31: Und was braucht Sachsen-Anhalt wirtschaftspolitisch?

00:19:35: Was ist da Ihr Eindruck aus Gesprächen, Beobachtungen, von den Informationen, die Ihnen vorliegen im Zusammenhang mit der AfD?

00:19:44: Ich würde das mal von außen nach innen absortieren, also sozusagen vor den Rennen.

00:19:48: Und an der Stelle bin ich gerade nach dem letzten Wochenende sehr deutlich dass die Gefahr für die Wirtschaft eben nicht nur aus einer Ecke kommt.

00:20:01: Was bei den Linken geäußert wird an Kapitalismus-Kritik oder Gefeindlichkeit Das sollte man sich sehr genau angucken.

00:20:13: Also die Parole, wir möchten keine Milliardäre hier haben dem habe ich ein sehr einfaches Argument entgegenzusetzen.

00:20:30: Zum selben Zeitpunkt gab es in der BRD mehr als hundert Konten mit mehr als einer Milliarde D-Markt drauf.

00:20:38: Die Abstimmung, welches das System jetzt eigentlich besser ist, ist damals mit den Füßen erfolgt.

00:20:43: Das muss man sich vielleicht in diesen geschichtsvergessenen Kreisen nochmal einfach durch den Kopf gehen lassen wie was damals die Bevölkerung entschieden hat.

00:20:55: Dass so ein kurzes Argument – das kann man also noch viel stärker vertiefen.

00:20:59: Auf der anderen Seite, wenn wir uns das Programm der AfD anschauen ist es... Also was so unsofort aufgefallen ist, ist dass die AfD mit dem Thema Industrie nicht viel anfangen kann.

00:21:13: Das muss jetzt die AfD in sich selbst klären warum das so ist.

00:21:16: aber das Wort Industrie taucht tatsächlich im Parteiprogramm exakt einmal auf mit dem Vorsatz globalistisch, der glaube ich nicht so positiv gemeint ist.

00:21:29: Die Wirtschaftsorientierung der AfD zielt auf eine Erzählung, die dem Handwerker zum Mittelpunkt hat.

00:21:37: Kann man wirklich mal nachlesen!

00:21:38: Das ist auch eine schlüssig geschrieben und dargestellte Geschichte wie die AfD sozusagen Handwerker, Azubis im Handwerksbereich unterstützt.

00:21:48: Wie die sich entwickeln?

00:21:50: Wie diese Unterstützung, jene Unterstützung bekommen dann irgendwann Meister machen und das klingt schlussig.

00:21:57: Das ist auch völlig okay.

00:22:00: Ich sehe, dass bestimmte Teile komplett ausgeblendet werden ob nun bewusst oder mit Vorsatz.

00:22:06: Das mögen jetzt andere entscheiden.

00:22:08: Das mal zu den links-und rechts Rändern.

00:22:13: Im Kern müssen wir natürlich auch uns damit beschäftigen, was ist denn und ich glaube da liegt jetzt wirklich auch ein ganz großer Schwerpunkt.

00:22:21: Was ist denn in der vergangenen Legislaturperiode passiert?

00:22:26: Mit welchen Problem haben wieder also mit welcher Folge wurden erreicht?

00:22:30: aber auch welche Probleme haben wir zu kämpfen und wo sehen die eigentlich den Hebel um deutlich besser voranzukommen?

00:22:39: Also man muss ja nicht immer sofort irgendwo links oder rechts an dem Land denken, sondern man kann jetzt auch mal in der Mitte weiterdenken.

00:22:47: Und die Frage was hat sich entwickelt?

00:22:51: Natürlich andere Folgen in ihrem Podcast haben sich schon intensiv mit dem Thema Energiekosten und exogene Einflüsse also etwas passiert in der Welt beschäftigt.

00:23:03: ich gucke gerne nochmal ein Stück weit konnte das Land, oder was hätte das Land noch für das Thema Wirtschaft tun können.

00:23:14: Eine Sache die mir immer wieder auffällt ist, naja ich vergleiche es gerne mal mit Bayern.

00:23:22: also bestimmte Dinge die in Sachsen-Anhalt so laufen würden in Bayern völlig undenkbar sein wo man einfach ein Stück weit stärker für seine Wirtschaft sorgt.

00:23:35: Wie auch immer man das tut, kriegt man die Aussage ja, nee.

00:23:38: Das ist doch alles vergaberecht und wir können noch nicht

00:23:40: usw.,

00:23:41: aber offensichtlich geht es ja auch unterschiedlich.

00:23:43: Dass man miteinander spricht, dass man schaut, ich gebe mal ein Beispiel aus Schreibungen so gestaltet, dass ein Mittelständler überhaupt erst einmal daran teilnehmen kann.

00:23:56: Ich komme aus der IT-Wirtschaft.

00:23:58: Wir haben Ausschreibungen gesehen mit einer sechsstelligen Anzahl von Personentagen, die dort ausgeschrieben wurden.

00:24:04: Das kann kein Mittelstände, das hat sich keinen Mittelständen darauf beworben.

00:24:09: Es hat sich ein bösengotiertes Unternehmen draufgeworben und das ist ein Verlust der Wertschöpfung für Sachsen-Anhalt mit Ansage und zwar initiiert in den Sachsenanhalt.

00:24:19: Und jetzt noch einen kleinen Pinselstich dazu.

00:24:21: Uns war initiiert vor Leuten, die nicht aus Sachsen anhalten kommen und da haben wir ein Problem.

00:24:27: Ja, ich bin jetzt nicht dafür, dass wir alles mit Sachsen-Anhalt hinan besetzen.

00:24:33: Aber zumindest in den Auswahlkommissionen können doch zumindest genug Leute sitzen die dafür sorgen oder die den Eindruck herbeiführen können das es hier um Sachsen Anhalt geht und natürliche Koordination einzeln wollten.

00:24:46: da will ich noch mal nachhaken, weil das ja um Verständnis auch in Verwaltungen öffentliche Ausschreibung und Verwaltung.

00:24:54: Wer macht die Auschreibungen?

00:24:56: Wie wird die formuliert?

00:24:57: wie umfangreich ist sie?

00:24:58: und sind Unternehmen genau wie Sie sagen überhaupt in der Lage sich damit zu beschäftigen es zu verstehen und dass dann zu bearbeiten usw.

00:25:09: Hat sich da das Verständnis, ich sage jetzt mal das Schlagwort noch einmal Bürokratie in der Bürokrate verändert verbessert?

00:25:19: Was die Bedürfnisse und Erwartungen von Unternehmen angeht oder ist es eigentlich so wie immer.

00:25:26: Und man redet viel über Bürokratieabbau aber in der Sache passiert nichts.

00:25:34: also Vor der eigentlichen Bürokratie würde ich erst mal die Ambition setzen.

00:25:41: Die grundsätzliche Ausrichtung will ich denn, dass hier Wertschöpfung im Land bleibt?

00:25:46: Das ist ja der erste Punkt!

00:25:47: Wenn ich das nicht will, dann brauchen wir nicht weiterreden.

00:25:50: Wenn ich es will, muss ich mich fragen wie kann ich das erreichen und wo baue ich Hürden auf, die nichts überwinden sind?

00:25:58: Jetzt gibt es viele rechtliche Anforderungen, aber zum Beispiel wie gesagt bei der Gestaltung von Losgrößen.

00:26:03: Bei der Gestaltung von Referenzen kann ich doch mal fragen... ...bei diesen Referenzanforderungen die ich habe hat das schonmal irgendein Unternehmen im Land hier geschafft und will ich tatsächlich die aussperren?

00:26:15: Ja da sind so durchaus gewichtige Stellen hier wo ich in die eine oder andere Ausschreibung reingucke und sage dann rieche ich einmal rein gucke ich wieder raus sag das wird sich keiner aus Sachsen-Anhalt drauf bewerben Falsch gemacht.

00:26:32: Und da geht es mir um die Frage, welches Verständnis hat?

00:26:38: haben dann die Ausschreibungen machen, weil Standortpolitik ist Wettbewerbspolitik.

00:26:44: Wir erleben das jetzt in diesen aktuellen Zeiten auch in diesen Krisenzeiten auf der internationalen Ebene ganz beinhart.

00:26:52: aber ich verstehe sie so dass es eben auch um Wett Bewerb der Bundesländer oder im Zusammenhang mit Sachsen-Anhalt des Standortes geht und wenn Landespolitik da unterstützen kann, dann sicher auch an den Stellen die Sie da gerade beschreiben wollen.

00:27:11: Ja gut ich zitiere mal ohne einen Namen zu lernen.

00:27:13: ein Staatssekretär hat ja irgendwann gesagt hat der Langhof für Wirtschaftsvorbruch will ich nicht zuständig.

00:27:19: Lassen sie den Satz einfach sacken.

00:27:25: Entschuldigung wer bezahlt eigentlich ihr Saläer?

00:27:33: Das ist ein Satz, der mich wirklich fassungslos gemacht hat.

00:27:37: Wie kann das sein?

00:27:38: Dass dieses Grundverschlechtnis nicht tatsächlich... ...das unterstelle ich jetzt nicht den Hausspitzen.

00:27:43: Aber wie gesagt schon bei der Staatssekretärin... ...fängt das an!

00:27:47: Das muss man sagen.

00:27:48: Oh ja, es ist doch egal.

00:27:50: Ich mach den einfach im Weg.

00:27:52: Ich will mit den großen Jungs spielen.

00:27:53: Ja, ich will irgendwo, naja, Punkt, Punkt.

00:27:58: Also da denke ich, kann man schon sehr kritisch hinterfragen.

00:28:03: Ich will aber auch nicht nur kritisch sein, ich würde sagen natürlich ist das etwas wo wir in Sachsen-Anhalt kurze Wege haben direkt darüber reden können und auch mal eine Ministerinnenminister direkt auf hinweisen können.

00:28:18: Und ja hoffen darauf dass die Aussagen Ja wir kümmern uns darum Wir machen das besser Die auch passieren Dass sie auch stärker in der Realität greifen.

00:28:32: Also insofern will ich da keine Generalkritik.

00:28:35: Das gehört zum Spiel dazu, man entdeckt Probleme und versucht sie darauf hinzuweisen und sie eben auch zu besagten.

00:28:44: Ich will noch einen Blick werfen auf die aktuelle, konkrete, aktuelle Lage der Unternehmen bei Ihnen in Sachsen-Anhalt.

00:28:52: Neuere Studien sprechen so leicht von einer Stimmungsauffällung gerade im Mittelstand.

00:28:59: klein, siebenfünfzig Komma eins Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen bewerten die Geschäftslage als gut etwas besser als im Vorjahr.

00:29:09: Handwerk In der Krise aber Bei Firmen pleiten gibt es keinen Ausschlag nach oben.

00:29:17: heißt, es gibt nicht mehr Firmenpleiten.

00:29:20: Welchen Blick haben Sie auf die Lage der Unternehmen im Moment und was treibt

00:29:26: die um?

00:29:29: Ich bin ja jetzt nicht nur Ihren Antler und Arbeitgeberpräsident, sondern ich habe auch noch einen Hauptjob sozusagen in IT-Unternehmern.

00:29:38: da ist eine sehr große Einzahl von Kunden quer durch Sachsenanhalt Und es ist erstaunlich, man kann da tatsächlich sehen das da viel getan wurde.

00:29:47: Unternehmer sind Unternehmer nicht falls sie sich hinsetzen und sagen Entschuldigung dass ich geboren bin oder mal gucken was als nächstes kommt sondern die gestalten natürlich.

00:29:59: Da haben wir schon einiges gesehen.

00:30:01: Konsolidierung kann man eben auch ablesen, dass Standorte geschlossen werden, dass Beschäftigte abgebaut werden Das würde ich Phänomenologisch schon tatsächlich so bestätigen wollen, dass dort Anpassungen gemacht wurden.

00:30:17: Und wenn man dann mal seinen Unternehmen sozusagen deutlich wetterfester gemacht hat und sich auf die anderen Bedingungen eingestellt hat, dann guckt man natürlich auch wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft – das gehört natürlich dazu.

00:30:34: Ich meine deswegen macht man es ja auch nicht ausschmasserhaft holen!

00:30:38: Und so würde ich das, ohne dass sich das jetzt wissenschaftlich wirklich belegen kann.

00:30:43: Würde ich das einordnen?

00:30:46: Wir haben einen... wir hoffen, dass wir einen gewissen Boden erreicht haben und wir hofen, dass es von daraus auch mal wieder bergauf geht.

00:30:58: Wir haben Energiepreise, das wurde bei Ihnen ja schon an verschiedenen Stellen behandelt.

00:31:05: aber Ich weiß mal daraufhin, im Ranking der energieintensivsten Industrien in Bundesländern ansteht Sachsen-Anhalt auf Platz zwei.

00:31:18: Also die meisten Arbeitsplätze bei uns, ich glaube in Mitteldeutsch hat insgesamt drehunderttausend Hängen an energie intensiven Branchen und ich kann jetzt ein Zementwerk nicht eben ohne Energie betreiben, dass es eben ein bisschen versiegt ist.

00:31:40: An manchen Stellen sagen wir auch grüner wird's nicht mehr weil viele Einsparpotenziale schon versucht wurden zu heben gerade unter dem hohen, hohen Kostendruck.

00:31:50: aber ich gehe mal davon aus das wir so eine gewisse Bodenbildung jetzt haben die keinen besonders tolles Niveau darstellt.

00:31:59: ja wir sind da dicht vor der Rezession.

00:32:02: Aber ich glaube auch, dass die Unternehmen und die Unternehmerinnen und Unternehmer sich versucht haben einzustellen.

00:32:08: Und sich auch ein bisschen Wetter festzumachen.

00:32:12: Wenn wir ein Stück nach vorne schauen über die Landtagswahl hinaus welche Wirtschaftspolitischen Zukunft sehen Sie für den Standort Sachsen-Anhalt?

00:32:31: in den nächsten Jahren.

00:32:33: Wissen Sie, wir haben uns auch im Vorfeld der Wahl sozusagen mit den Stärken und Schwächen nochmal genauer beschäftigt um einfach auch Empfehlungen geben zu können.

00:32:42: wo kann man hingucken?

00:32:46: Das ist ja nicht so das Sachsen-Anhalt überall die rote Latane hätte.

00:32:49: ich sage mal Platz eins der Produktivität im Bundes-, in der gesamten Bundesrepublik hat die Landwirtschaft.

00:32:55: Wir haben die produktivste Landwirtschaft An der Stelle anzudocken und zu sagen, was kann man aus diesen Produkten?

00:33:03: Wie kann man die Wertschöpfung da vertiefen?

00:33:05: Wie können wir die Ketten verlängern?

00:33:07: Da gibt es gute Ansätze.

00:33:08: Also die Lebensmittelindustrie ist hier auch stark aber eben auch so etwas wie UPM in Leuner, die versuchen aus landwirtschaftlichen Produkten chemische Produkte zu machen also einfach mal stofflich ganz anders anzufassen.

00:33:21: Sensationell und gut!

00:33:23: Auch das CTC, das Forschungszentrum für eine neue Chemie.

00:33:26: wichtig Das ist ein Beispiel.

00:33:30: Was mir in der Diskussion viel zu klein gespielt wird, ist die Tatsache dass wir unter der Altmark fünf Prozent der Welt Lithium vorkommen haben.

00:33:39: Das redet gar keiner drüber.

00:33:42: Das reicht für eine Milliarde Elektro Autos.

00:33:44: also so viel braucht die Welt gar nicht.

00:33:47: Dieses heiße Eisen natürlich das hat was damit zu tun.

00:33:50: man muss es anpacken.

00:33:52: Man muss sich jetzt entscheiden will ich das oder will äußert sich dazu sehr, sehr explizit und sagt das wollen wir.

00:34:01: Da sehen wir eine große Chance.

00:34:03: Ich will jetzt auch keine Beinwerbung.

00:34:05: Ich weiß nur noch darauf hin wie er sagt was und da will ich auch färben.

00:34:07: Ja die sagen ja das müssen wir tun!

00:34:10: Ich habe neulich mit der Spitzenkandidatin und wenn ich haktlich gesagt ist ihnen aber auch klar dass da auch eine Lithium-Prafinerie hingehört?

00:34:16: Ja das ist uns klar und das müssen Wir durchstehen diese Diskussion.

00:34:19: Wir müssen uns die Frage stellen wovon wollen wir morgen leben?

00:34:22: und das ist eine Antwort.

00:34:24: Auch solche heißen Eisen.

00:34:27: Wir haben den modernsten Trockenübungsplatz Europas in der Kolbesletzlinge Heide.

00:34:33: Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, da gehört doch einfach ein Dev-Tech oder wie auch immer welchen euphemistischen Begriffe sie nehmen wollen einen Campus hin von wo diejenigen was ich eine Hände solltende Reinmetall und so weiter einfach Niederlassung haben um da ihr Zeugs auszuprobieren.

00:34:52: Wo denn bitte sonst?

00:34:54: Zumal jetzt auch viele Mittel zur Verfügung stehen.

00:34:58: Das ist jetzt einfach, kann man auch ins Börsen-Depot gucken und sagen was läuft ja und dann kann man sagen gut da müssen wir uns doch dranhängen.

00:35:04: oder wenn sie es nicht so militärisch haben wollen und Dual Use wir haben in Kochstädt Ein Vollfunktionsfähigen und auch im Netz bewegte Verkehrsflughafen, der DLR gehört.

00:35:17: Der Deutschen Anstalt für Luft- und Raumfahrt wo sie ein nationales Drohnenerprobungszentrum aufgebaut haben und richtig investiert haben da muss noch viel mehr passen.

00:35:27: das sind die Kerne an denen man was anankern kann.

00:35:31: Das ist das Gerippe an dass man richtig viel Fleisch machen können.

00:35:34: Das sind so Dinge.

00:35:35: Ich habe jetzt nur drei Beispiele genannt, also neue Chemie, Lithium, DevTag, Illus.

00:35:44: Darüber muss man offensiv nachdenken und den Leuten Perspektiven aufmachen und sagen davon wollen wir morgen leben weil die Verbrenner das wird jetzt keine Geschichte die selbst noch mal sie nicht verbietet ist ein gewisser Trend zur Elektromobilität durchaus nicht zu verkennen.

00:36:03: Und das wäre jetzt wieder Brauenholer ausbuddeln, das kann sich jetzt auch keiner mehr so richtig vorstellen.

00:36:09: und vor allem das sind keine Wachstumsgeschichten sondern das sind einfach nur zurück zum Status Go Exante Geschichten und die helfen uns nicht weiter.

00:36:18: wir brauchen Perspektiven in die Zukunft.

00:36:20: Das ist das was wir aber auch und das ist das dass wir auf den Tisch legen und wo wir sie wollte konfrontieren und sagen Was sagt ihr dazu?

00:36:32: Ich will genau den Punkt nochmal versuchen, etwas politisch abzuründen.

00:36:38: Große Chancen – einige davon haben Sie gerade beschrieben – Potenzial ist da und das muss entwickelt werden.

00:36:43: Daran muss intensiv gearbeitet werden.

00:36:46: Was haben wir hier anschätzen aus denen man neue Geschäftsmodelle entwickeln kann.

00:36:53: Was braucht das politisch gerade jetzt mit Blick

00:36:58: auf

00:36:59: die Landtagswahl?

00:37:01: Braucht es mehr eine Politik der Mitte, einer Politik an der dann zweifellos auch mehr Parteien beteiligt sein durften oder wo fühlen Sie sich politisch mit den Notwendigkeiten, die der Standort braucht am besten aufgehoben?

00:37:28: Also vor dem Hintergrund der potenziellen Konstellationen ist es schon paradox.

00:37:37: Da muss ich sagen das wichtigste wäre eine funktionsfähige Landesregierung.

00:37:41: und dass möglichst auch schnell keine langen Hängepartien So, wie das denkbar ist?

00:37:48: Keine Ahnung.

00:37:49: Aber am Ende entscheidet natürlich der Wähler und die Wählern.

00:37:54: Wir brauchen also tatsächlich Funktionsfähigkeit keine blockierten Regierungsgeschäfte wo keiner mehr irgendetwas entscheiden kann.

00:38:09: Das wäre wirklich tödlich.

00:38:13: Von den Konstellationen her ist es natürlich, also funktionsfähig heißt dann eben auch durch aus Fachleute.

00:38:24: das wäre schon nicht verkehrt.

00:38:25: Also Leute die jetzt sich nicht erst drei Jahre einarbeiten müssen, dass wäre aus unserer Sicht auch wünschenswert.

00:38:34: und ja bitte keinen Extremismus in der Regierung keine Maßnahmen die wirtschaftsfeindlich sind.

00:38:48: die bisherige Regierung der Mitte, wir haben ja hier eine Deutschlandkoalition durchaus wirtschaftsfreundlich und hatte sehr offene Kandäne zur Wirtschaft.

00:39:02: Und er war bereit sozusagen auch uns anzuhören nicht immer alles zu tun was wir so sagen, dass wäre noch schöner wenn das so einfach wäre.

00:39:12: aber für mich würde Das Wünschenswert ist, aber Sie merken wie ich zögere das zu formulieren weil es eben vor dem Hintergrund der derzeitigen Umfragen alles so ein bisschen weit weg ist wäre eine stabile Regierung die es schafft sich möglichst schnell zu konstituieren und die möglichst auch wirtschaftsfreundlich ist.

00:39:38: Und zwar in allen Aspekten von Industrie bis zu Startups.

00:39:43: natürlich wegen meiner Handwerke ist überhaupt nicht das Problem So, jetzt mal so allgemein formuliert.

00:39:52: Das möchte ich noch hinzufügen es ist als Arbeitgeberverbände und das Wirtschafts- und Arbeitgebergene und dass deren Präsident spreche hier nicht unsere Aufgabe Wahlenempfehlung zu verkehlen.

00:40:02: Es ist unsere Aufgabe darauf hinzuweisen welche Wahlentscheidung welche Konsequenzen hält.

00:40:11: Das macht mir die letzte Frage, Herr Langhoff recht einfach.

00:40:16: Was wünschen Sie sich für Ihr Bundesland?

00:40:19: Für Ihr Heimatland?

00:40:20: Wo kann Sachsen-Anhalt aus Ihrer Sicht wirtschaftlich, gesellschaftlich in den nächsten zehn Jahren stehen?

00:40:30: Wissen Sie, ich bin im Jahr fourneinzig nach Magdeburg gekommen war vorher in der DDR sozialisiert aber dann noch ein paar Jahre in Westen mit dem Ziel hier nicht das Licht auszuknipsen.

00:40:45: Wir haben tatsächlich schwierige Entwicklungen, ja den gesamten Osten, also die gesamte Gebiete ehemaliger DDR, mehr als twenty-fünf Prozent der Menschen verlassen und nur ganz, ganz wenige sind wieder zurückgekommen.

00:40:59: Das ist ein Adidas von dem wir uns bis heute nicht wirklich erholt haben.

00:41:02: Das ist das was die demografischen Probleme ausmacht die existenziell werden können, wo wir darüber reden müssen.

00:41:10: sind wir noch funktionsfähig als Bundesland?

00:41:13: funktionieren die Kommunen und so weiter.

00:41:15: Dafür müssen wir Lösung finden.

00:41:17: das ist was wir im Blick haben müssen.

00:41:19: Das geht mit verschiedensten Aspekten Verwaltungsreformen usw.

00:41:25: einher aber eben immer mit einer stabileren Wirtschaft.

00:41:30: ich wünsche mir Für mich, für meine Familie und meine Kinder.

00:41:34: Aber auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass dieses Land stärker seine Stärken ausspielen kann.

00:41:46: Selbstbewusster in die Welt schaut – da tun wir uns wirklich schwer damit!

00:41:53: Ich kenne das so aus Magdeburg.

00:41:55: Da sagt man, dem kann man nicht meckern.

00:41:56: Das ist schon das höchste Lob was es überhaupt gibt an der Stelle doch stärker auf unsere Stärken zu spielen und einfach unsere Vorteile herauszustellen, damit anziehen dazu werden.

00:42:11: Ich glaube immer wenn ich jemanden durch Markt hoch fühle, sage auch das ist ja hätte ich nicht gedacht da.

00:42:16: Und auch wenn man erzählt was sozusagen dieses Land ... der beste Match zwischen dem Wunsch nach Kinderbetreuung und ihrem Angebot.

00:42:26: Es gibt kein anderes Bundesland, wo das so gut zusammenpasst und das kann ich bestätigen.

00:42:30: Hier kann man eine Familie gewinnen und hier kann man sich ein Haus bauen und kann sich das leisten.

00:42:36: Das ist in München halt ein bisschen schwieriger um es mal zu vergleichen zu sagen.

00:42:42: Und diese Dinge müssen wir rausspielen.

00:42:44: ja wenn die Wohnkosten bereinigten Arbeitseinkünfte nehmen, dann sieht man plötzlich wie ein ganz normaler Teil Deutschlands aus.

00:42:56: Wir müssen es einfach mal kommunizieren und darüber erzählen und ich bedanke mich auch, dass ich Ihnen ein bisschen gelegen hatte das zu

00:43:02: tun.

00:43:03: Ja und ich bedanke mich sehr herzlich für das Gespräch, danke dass Sie hier bei Wirtschaft im Osten mitgemacht haben.

00:43:09: Und dass wir einige Themen entgegen meiner anfänglichen Erwartung weil Gespräche laufen immer unterschiedlich und es ist ja auch gut so vertiefen konnten.

00:43:18: Vielen Dank Herr Langhoff, dass sie dabei waren.

00:43:20: Danke für ihre Zeit.

00:43:33: Gerne!

00:43:34: und auf allen relevanten Kanären.

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