Moderne Arbeitswelt
Shownotes
avilox.de
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00:00:03: Wirtschaft im Osten – der Podcast zur Lage in Ostdeutschland.
00:00:12: Mit der deutschen Wirtschaft steht auch der Arbeitsmarkt
00:00:15: unter neuen Druck.
00:00:17: Digitalisierung, künstliche Intelligenz und weiter Fachkräftemangel?
00:00:22: Wie sieht sie heute aus die moderne Arbeitswelt?
00:00:26: Wie führt man Teams sicher durch den Wandel ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren?
00:00:32: Fundierte Antworten und alltagstaugliche Beratungen.
00:00:36: dazu liefert ein kleines Unternehmen aus Leipzig, das aber in der obersten Liga der Strategie Beratung in Deutschland spielt.
00:00:46: Mit Lydia Zillmann von Avilox spreche ich über Unternehmens- und Leistungskultur, werfe einen kritischen Blick auf New Work – und wir diskutieren, warum Unternehmskultur in Krisenzeiten kein nettes Add on sein darf?
00:01:04: sondern einen klaren Zweck erfüllen muss.
00:01:08: Warum wir eine echte Leistungskultur brauchen, die Menschlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit vereint?
00:01:16: Und warum ausgerechnet der Osten Deutschlands als Labor der Moderne eine Vorreiterrolle beim mutigen Anpacken neuer Strukturen einnehmen kann?
00:01:36: dabei sind.
00:01:37: Ich will auch gleich mit meiner ersten Frage, mit dem ersten Thema starten Avilox aus Leipzig ihr Unternehmen Sie sind ja bundesweit im Einsatz mittlerweile auch mehrfach als bestes Beratungsunternehmen ausgezeichnet und sie sagen selbst von sich wenn ich das richtig gelesen nochmal nachgelesen natürlich habe sie beraten zur Gestaltung einer modernen Arbeitswelt.
00:02:04: Was machen Sie eigentlich genau?
00:02:06: Was machen sie genau, was Ihnen so viel Anerkennung einbringt?
00:02:11: Vielen Dank Herr Bringscholte!
00:02:13: Ich freue mich sehr dass ich heute im Podcast sein darf.
00:02:17: und auch hallo an alle Zuführerinnen die da sein mögen.
00:02:24: Ja, tatsächlich.
00:02:26: Wir sind mehrfach ausgezeichnet und das von der Brande.
00:02:29: Eins sind da in einer Reihe mit den ganz großen Beratungshäusern und als kleine Leipziger-Firma die mit fünfzehn angestellten Beratern Strategieberatungen machen darf darauf.
00:02:42: Sind wir sehr stolz?
00:02:43: Das muss man erst mal hinkriegen Und ich gestehe ihn aber ganz offen Es sind andere Preise Die mich so richtig stolz machen.
00:02:54: Es sind nämlich Preise, die unsere Kunden gewinnen.
00:02:56: Mit den Arbeitsmodellen, die wir mit ihnen gemeinsam bauen, gewinnen sie die Preise wie zum Beispiel den HR Excellence Award oder den HR Energy Award und das sind sehr strenge Jurys, die dahinter arbeiten und Experten, die quasi auf Herz und Nieren prüfen was da passiert und es zeigt dass das was wir machen offensichtlich funktioniert.
00:03:20: Da ist mal ganz praktisch gesehen, Preise sagen ja noch nicht was man tut als Beratungsfirma.
00:03:25: Das kann ja alles bedeuten!
00:03:28: Ich versuche es mal so... Wir sind Spezialisten für Arbeitspraktiken und Arbeitsmethoden in der moderne Arbeitswelt.
00:03:35: das heißt wir kennen alles was gerade up to date Sachen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz.
00:03:42: Wir sind OKA Master und Agile Experten.
00:03:45: Wie kombinieren Kulturentwicklungen mit Change Management, Organisationsentwicklung?
00:03:52: Vielleicht erlauben Sie mir zwei Beispiele, was wir so tun.
00:03:58: Zum Beispiel bauen wir digitale Nervensysteme.
00:04:02: Da geht es gar nicht um eine IT-Installation wie Microsoft Treiffnungs-Sechtsig oder ähnliches.
00:04:09: Da geht es eigentlich um die Frage, wie fließen Informationen und bleiben nicht in den E-Mailpost fächern?
00:04:14: Oder in den Tiefen von Microsoft Teams hängen?
00:04:17: Da geht's um Umgestaltung von Kommunikationswegen!
00:04:20: Da gehts um nochmal eine ehrliche Klärung von Verantwortung, von Rollen wenn es um Informationsweitergabe geht.
00:04:29: Der berühmte Beton im mittleren Management wird da oft genannt an dem wir dann arbeiten dürfen.
00:04:35: Uns geht auch um aufräumt von Kommunikationskanälen und wir schaffen es mit unseren Kunden alleine durch so eine Arbeit schon locker.
00:04:43: zwanzig Prozent Meetingzeit zu sparen, das ist ein Feld.
00:04:47: Ein zweites Feld wo AviLogs sehr viel Arbeit leistet, sehr viel Kompetenz hat durch die letzten Jahre gerade auch im Osten ist, den Wandel zu gestalten.
00:04:58: Und zwar nicht nur den schönen Wetterwandel sondern auch harte Sparkurse so zu bauen dass Teams die Angst davor verlieren verstehen worum es geht und darin irgendwann sogar völlig neue Dinge entdecken, die ich will nicht sagen Begeisterung in harten Kursen wecken.
00:05:17: Aber doch ein Mitgehen erlauben das unsere Stärke mit Kommunikation Change Management und mit einer klaren Übersetzungsarbeit.
00:05:25: wie machen wir es denn jetzt?
00:05:26: Das können
00:05:27: wir!
00:05:28: Da will ich gleich anknüpfen.
00:05:30: Ich finde beide Themenbereiche total spannend und was Sie beschreiben, deckt ja eigentlich auch schon ein großes Themen Range auf sozusagen Organisationsentwicklung, Unternehmenskultur, Change Management usw.. Ich finde die beiden Punkte spannend.
00:05:43: lassen sie uns da beinem Moment bleiben.
00:05:45: Kommunikation haben sie gesagt damit E-Mails ankommen gelesen verarbeitet werden.
00:05:53: das ist ja sozusagen Ein Beispiel mutmaßlich für ein ganz altes Instrument, was aber auch für mich überraschend in Unternehmen immer noch eine Riesenbedeutung hat.
00:06:05: Was machen Sie denn da eigentlich ganz genau?
00:06:10: Zunächst hinterfragen wir die E-Mails sehr hart.
00:06:13: Ich musste schmunzeln als ich einen großen Workshop hatte wo es darum ging wie können wir interne E-mails komplett ablösen durch in dem Fall Microsoft Teams und eine transparente Arbeit, also keine transparente Kommunikation.
00:06:31: Sondern eine transparenter Arbeit ganz tagtäglich, ganz normal die eine digitale Suche so stark macht dass ich jeden Kontext finde einfach durch ne andere Art digital zusammenzuarbeiten und damit kann man Emails ablösen.
00:06:49: Und ich musste so schmunzeln in diesem Workshop, das werde ich nie vergessen.
00:06:53: da war einer dabei der dann sagte Leute!
00:06:56: Das was wir mit unseren CC-Emails machen ist doch Wahnsinn!
00:07:01: Da sind hundert Leute drin.
00:07:03: habt ihr vergessen aus der E-Mail Einführung was CC heißt?
00:07:08: In dem Raum haben sich alle Fragen angeguckt weil niemand war dabei als die Emails eingeführt wurden.
00:07:13: Das waren nur noch er.
00:07:15: Er hat dann erzählt, CC steht für Carbon Copy.
00:07:21: Das steht für diese Blaukopie die man macht bei einem Formular oder einer Unterlage und das ist zur Ablage gemeint.
00:07:31: Und viele erwarten aber die Antwort.
00:07:34: Und das ist was wir machen!
00:07:36: Wir räumen auf wofür die Werkzeuge gemeint sind.
00:07:43: Wie wann erwartet ihr wo eigentlich eine Antwort?
00:07:48: Wie schnell, wenn ihr in einem Team Chat schreibt oder wenn ihr im Kanal schreibt.
00:07:53: Oder per E-Mail?
00:07:55: welche Antwortgeschwindigkeit steckt da eigentlich dahinter?
00:07:58: und damit räumen wir auf was wird wofür wie genutzt?
00:08:02: Und dann gibt es natürlich einen Haufen Tricks die man nutzen kann die wir dann technisch auch wissen
00:08:08: Obwohl das ja eigentlich schon mittlerweile wenn man sich die Entwicklung der Arbeitskult Rennen, Kultur, Unternehmenskultur anguckt eigentlich schon ein altes Thema ist.
00:08:18: Steht ja E-Mail auch für eine bestimmte Kommunikationskultur für so eine eins und eins vielleicht auch für ne hierarchische Kommunikation Kultur und andere Plattformen.
00:08:33: Sie haben gesagt Teams OneDrive was auch immer gibt es sicherlich auch ganz charmante Neure Tools, die für Transparenz stehen und für eine Breitrennung.
00:08:46: Also für Informationsbreite führt mich zu der Frage was sind denn das für Unternehmen, die sich ich sage mal dann auch ein Stück weit strukturell so verstehe ich es da einer Veränderung öffnen?
00:09:02: Es ist bestimmt nicht jedes Unternehmen.
00:09:06: Ist es nicht wenn ich darauf schaue wer Wer bucht AVLOX?
00:09:12: Wer kommt auf uns zu, wer braucht uns?
00:09:14: da ist das tatsächlich sehr breit und bei Weiten auch nicht nur dieses Thema der Kommunikationsordnung.
00:09:22: Wir haben in laufenden Projekten im Moment kleine Agenturen die mit uns völlig neue Führungslogiken aufbauen völlig neue Organisationsstrukturen entwickeln, von der klassischen Hierarchie weggehen in zum Beispiel eine Cluster-Organisation.
00:09:41: Das brauchen kleine Agenturen die im Moment extrem herausgefordert werden durch künstliche Intelligenz.
00:09:47: Die müssen so schnell und so gewaltig Innovation voranbringen.
00:09:53: da braucht es auch eine andere Struktur.
00:09:56: Wir arbeiten aber auch mit Konzernen zusammen.
00:09:58: das sind sehr stark vertreten im Versorgungsbereich Und ob das öffentliche Verkehrsbetriebe sind, Stadtwerke, Wasserwerke etc.
00:10:11: Auch in diesem Bereich verändert sich gerade viel und der Druck ist so enorm.
00:10:16: ständig neue Regeln durch Politik oder auch globale Lage die herausfordern die letzten Jahre, die noch in den Knochen hängen.
00:10:25: Wo man in der Führung ständig anpassen musste.
00:10:27: ich erlebe viele Unternehmer, die einfach auch müde und erschöpft sind, die jetzt nicht mehr juhu schreien und sagen wahnsinn endlich kommt künstliche Intelligenz habe schon lange darauf gewartet wieder meine Veränderungen durchzuziehen.
00:10:41: das ist nicht der Fall.
00:10:42: es geht um überleben und um standhaft bleiben und dass was wir dann tun ist genau dort reingehen.
00:10:50: Wir gucken in Prozesse, wir gucken auch viel im Köpfer.
00:10:53: beim Mindset ist am Ende das was alles schlägt.
00:10:56: Wir können digitale Lösungen einsetzen und Prozessen optimieren wie wir wollen wenn nicht die Leute mit bewegen in ihren Köpfen da gewinnen gar nichts.
00:11:06: aber damit sind Unternehmen in der großen Bandbreite herausgefordert.
00:11:11: Danach fragen sie ja, wer ist das?
00:11:13: Das sind nicht alle.
00:11:15: Aber das ist extrem divers von klein bis groß und bronchen.
00:11:20: übergreifend die Herausforderungen sind an allen Ecken und Kanten da.
00:11:25: Aber wissen Sie, ich glaube gar nicht dass die Frage ist welche Unternehmen das sind sondern wie sich Unternehmer im Moment aufstellen weil wir gerade hier im Osten gucken, da ist der Kostendruck extrem da.
00:11:36: Wir sind noch mal viel mehr betroffen von dem Fachkräftemangel Und wir sind auch leidgeprägt was Umbrüche betrifft.
00:11:45: Ich habe im Moment den Eindruck Wie wir eigentlich Veränderungen bewirken in den Firmen, in denen wir sind.
00:11:55: Wir haben gelernt was gutes Veränderungsmanagement bedeutet.
00:11:58: Beteiligung eine klare Führung die auch Menschen mitnimmt und begeistert.
00:12:03: Eine gute Kommunikation etc.
00:12:06: Könne ich einen ganzen Vortrag nur darüber setzen?
00:12:08: Wir wissen das!
00:12:10: Aber Ich habe das Gefühl manche Firmen springen gerade mit Ansage zurück im alten Muster.
00:12:17: Da erlebe ich Feuerlöscharbeiten statt vernünftiger Ausrichtung.
00:12:22: Da erleb' ich plötzlich ein Top-Down-Mentalität, wo man eigentlich plügere Ergebnisse bekommen würde wenn man nur mal fragen würde bei denen die's im Unternehmen wissen
00:12:34: und
00:12:35: einen Führungsverhalten das entweder viel zu sehr steuert und glaubt jetzt ziehe ich durch, jetzt muss ich machen vielleicht auch aus Nanot heraus kann ich auch am eigenen Live ja sehr gut nachempfinden oder die komplett loslässt.
00:12:50: Und ich denke, hier lohnt es sich.
00:12:54: wenn wir als Unternehmerinnen und Unternehmer gerade hier im Osten einmal kurz anhalten und selbst kritisch gucken ist das das Richtige was wir tun?
00:13:02: Oder rennen wir gerade kopflos um irgendwie alles beisammen zu halten und machen's damit nur schlimmer?
00:13:11: Ich will trotzdem noch mal auf die Frage, was sind das für Unternehmen?
00:13:15: oder vielleicht besser gefragt?
00:13:17: Vor welchen Herausforderungen – Sie haben einige schon beschrieben – stehen die Unternehmen mit denen sie arbeiten wenn sie sich dem Thema ja Veränderung andere Unternehmen auch Organisationsentwicklungen natürlich annehmen.
00:13:34: Wir haben eine lange Lange Jahre jetzt, ich würde sagen so nach meiner Wahrnehmung.
00:13:41: Die ist natürlich auch sehr individuell zehn, fünfzehn Jahre angetrieben durch New York Bewegungen, durch viele Kongresse die sich mit den Themen beschäftigt haben der Frage nach Sinn diversity Beteiligung.
00:14:00: Wo stehen Unternehmen heute wenn sie sich ja den aktuellen Herausforderungen, die Sie gerade beschreiben stellen?
00:14:17: Wenn sie sich mit uns beschäftigen.
00:14:20: Das sind die Unternehmen, die ich auch sehen darf.
00:14:24: Dann sind das die, die vor der Welle sein wollen.
00:14:27: Dass das Kind noch nicht in den Brunnen fallen.
00:14:29: Da merkt man es hakt und kommt an die Grenzen mit dem was man bis hier so machen konnte und holt sich rechtzeitig quasi Know-how von draußen.
00:14:43: Nur weil es zu lange dauert, das intern aufzubauen.
00:14:46: Und die Herausforderungen sind ganz vielseitig.
00:14:49: Die Frage welche Unternehmen sind das würde ich versuchen darauf zu setzen dass sind Unternehmen die vom Markt extrem heraus gefordert werden und merken dass die Strukturen und die Art und Weise wie man gerade Arbeit versteht darauf nicht angemessen reagiert.
00:15:11: Da ist man ganz schön in der Zwickmühle.
00:15:14: Lassen Sie mir ein Beispiel gehen, zum Beispiel einen Maschinenbauer, einen Familienunternehmen – ganz fantastisch!
00:15:22: Er hat immer erfolgreich gewesen und da sind Berufsbiografien drin die einfach beeindrucken.
00:15:29: Vierzig Jahre dabei, ganz viel erlebt.
00:15:33: Und der Maschinenbauern weiß, er überlebt nur wenn es sich international aufstellt.
00:15:39: Wenn er sich an die Kunden anpasst.
00:15:41: und die Kunden das sind so... Die modernen Treiber in der heutigen Welt.
00:15:46: Die Agilarbeiten, denen sowas wie OKA kein Fremdwort ist.
00:15:51: Da muss man erst mal hin.
00:15:54: Das ist auch ein herausfordernder Prozess, wie man das Alter mit dem neuen verbindet
00:16:03: Ja, bitte.
00:16:05: Ich denke noch über das Thema Diversity und die Beispiele zu New World nach, die Sie gerade erzählt haben.
00:16:15: Wir haben ja eine ganz komplexe Entwicklungs- und Diskussionslage auch.
00:16:22: Also ich sage mal was mir einfällt mit dem Blick auf Unternehmenskultur, auf Arbeitskulturen.
00:16:29: Haben wir jetzt in Deutschland die große Debatte die natürlich vordergründig ist und auch komisch zugespitzt wirkt.
00:16:38: Die Deutschen müssen mehr arbeiten, müssen mehr leisten.
00:16:41: Wir verabschieden uns vom Home Office wieder rein in die Unternehmen.
00:16:50: Mindestens ein Unternehmen, die weiter vorne sind, mutmaßlich welche mit den Sie zu tun haben, die machen wenigstens hybride Arbeitsmodelle.
00:17:06: Wir haben ausgehend aus Amerika, aber ja nicht nur da ist vielleicht die neue Politikkultur in Amerika nur die Speerspitze von Absage an Diversity und Gleichberechtigung.
00:17:27: Aber das hat ja auch alles eine Wirkung mindestens auf die Debatte hier in Europa, in Deutschland und dann natürlich auch auf die Unternehmen.
00:17:36: Also eine ganz bunte Diskussion mit Themen wo man sagen konnte in den letzten Jahren da hat es Fortschritte gegeben, Entwicklungen nach vorn Und jetzt hört sich das und fühlt sich das manchmal so an wie große Rückschritte.
00:17:57: Wie nehmen Sie es wahr?
00:17:59: Da mache ich mich vielleicht sogar ein bisschen unpopulär, aber das tue ich trotzdem mit dem, wie ich's wahrnehme.
00:18:09: Ich habe so ein bisschen den Eindruck, manche Unternehmen haben in den letzten Jahren – und das meine ich nicht bezogen auf den Osten-, sondern Blick auch über
00:18:17: den Teich – haben
00:18:18: wir in den vergangenen Jahren, so als die Beteiligung Diversity New Work so ein bisschen als Addon eingeführt, weil es gerade gut lief und man hat sich das als Label gerne drauf gesetzt.
00:18:31: Ich glaube die wahre Reifeprüfung kommt gerade jetzt und die sehen wir für Kultur wenn es in Krisensituationen geht und da zeigt sich dann was Bestand hat und ich würde es überhaupt nicht ankreiden dass halbherzige Versprechungen dann gelöst werden.
00:18:51: Und ich finde die Debatte auch sehr berechtigt, die sie da anstreben.
00:18:56: Weil ich glaube ganz fest daran, dass Arbeitswelt ein großer Treiber unserer Gesellschaft ist und das die Arbeitswelt eine Aufgabe hat.
00:19:06: Wir wissen, dass Menschen, die Beteiligungen in Unternehmen erleben, eher demokratisch eingestellt sind.
00:19:11: Die, die Opfer des Meisters sind, der ihre Schicht ständig ändert, die erleben halt weniger Erfolg von demokratischen Prozessen.
00:19:21: Das lässt sich übersetzen.
00:19:23: Und trotzdem, ich finde Kultur im Unternehmenskontext müssen wir auch ein bisschen anders betrachten und macht ja meinen anderen Blickwinkel auf.
00:19:35: Wirtschaftsunternehmen – und sagen wir auch der öffentliche Dienst selbstverständlich haben hier einen Auftrag – und Werte in solchen Organisationen und Systemen sind nicht losgelöst davon, sondern teilen dieses Auftrags.
00:19:50: Was dem also nicht dient kann, nicht bestehen und so sind in der Vergangenheit Trends in die Organisation gerutscht, die bis heute keine Verankerung haben mit dem Unternehmenszweck Und die sterben wieder ab.
00:20:07: Haltung muss in solchen Systemen haltbar sein und das kann ich als Mensch ganz anders angehen als als Unternehmer.
00:20:17: Vielleicht ein Beispiel von uns selber.
00:20:20: AriLox ist gerne in der Presse zitiert worden, weil wir ja für modernes Arbeiten stehen.
00:20:27: Wir haben zum Beispiel in der Geschäftsführung ein Job-Sharing-Modell.
00:20:32: Gemeinsam mit meiner Kollegin Deléa Schwilck bin ich in der Gesellschaftsführungen.
00:20:35: Wir führen das Unternehmen gemeinsam und zeigen damit auch wie Beruf und Familie zusammenkommen können, wie Karriere für Frauen funktionieren kann.
00:20:46: Sind da mit Vorbild?
00:20:49: Es befreit uns aber überhaupt nicht davon zu hinterfragen ob das Modell das Unternehmen trägt.
00:20:57: und in dem Moment wird Kultur auch sehr unbequem Und ich denke so müssen wir es auch betrachten dürfen dass Systeme wie Unternehmen auch öffentliche Einrichtungen einer Aufgabe haben.
00:21:14: Und diese Aufgabe besteht darin, Arbeitsplätze zu sichern unter anderem neben dem eigentlichen Zweck der Leistung und Werte dürfen da kein Selbstzweck sein die müssen haltbar sein.
00:21:28: Wenn wir gerade einen Rückschritt erleben das würde ich gar nicht so unterschreiben wenn ich da an das Modell von Spiral Dynamics zum Beispiel denke dass ja eine evolutionäre Entwicklung zeigt,
00:21:40: wo immer
00:21:41: das Alte mit dem Neuen sich integriert.
00:21:43: Das alte schwappt damit.
00:21:45: aber wie in so einer Spirale wenn man da einen Faden durchzieht kommt das alte immer mal wieder auf den nächsten Level und mit dem alten was man eigentlich weiß Man muss nur zu diesen Sprüngen kommen.
00:21:58: Ich habe ein bisschen die naive Hoffnung dass wir uns in diesem in diesem evolutionären Ansatz nach wie vor entwickeln nur den Sprung schaffen müssen, das gut zu integrieren was wir eigentlich wissen.
00:22:11: Während wir gerne gerade in das alte Zurück kopsen mal temporär.
00:22:17: Also mir fehlt bei dem was Sie beschreiben.
00:22:19: gerade fällt mir ein ich hatte vor wenigen Tagen ein Gespräch mit einem Unternehmenschef, der selber auch teilgenommen hat.
00:22:26: Was ja erst mal gut war an einem Workshop zur Teamentwicklung oder Unternehnensentwicklungen?
00:22:32: Wie arbeiten wir besser zusammen?
00:22:35: Was können wir tun?
00:22:37: Knapp hundert Mitarbeiter die an dem Workshop ... Der ging natürlich nicht über einen Tag sondern mehrere Tage, die da zusammengesessen haben und er ist mit dem Gefühl Das hat er mir erzählt aus dem Workshop rausgekommen und gesagt, das war ihm alles etwas zu weich.
00:22:59: Es ging um mehr, zu viel um Wohlfühlen und offenbar zu wenig um ... Ich habe dann gefragt Leistung und dann nickte er ja weil auch das Unternehmen gerade jetzt durch die Veränderungen im Markt über großen Herausforderungen steht und man auch gar nicht genau weiß, wie das Geschäftsmodell und ob das Geschäftsmodell in den nächsten drei oder fünf Jahren noch Bestand hat.
00:23:26: Also da zurück auf alte Mechanismen, auf alte Verhaltensweisen.
00:23:34: ist das – Sie haben es beschrieben und deswegen sage ich eine werte Frage – erleben sie sowas auch?
00:23:45: Und wenn ja, wie nehmen Sie es wahr?
00:23:48: Wie wird's dann diskutiert bearbeitet.
00:23:53: Genau das Szenario, das Sie beschreiben aus dem Workshop, dass nämlich auch so war.
00:23:58: Das ist hier auch ein Leidensdruck vieler Führungskräfte und Unternehmer die genau sehen wo.
00:24:04: die riesigen sind ihre Aufgabe und dafür kann man sich auch mal alleine fühlen.
00:24:10: gleichzeitig sehe ich Teams.
00:24:13: Wir sind ja auch ganz viel in diesen Team-Entwicklungen drin, um Rollenverantwortungwerte aufzusetzen und sehe da hoch engagierte Menschen die ihr Bestes geben.
00:24:26: Ich glaube aber wir sind in manchen Unternehmen in den letzten Jahren vielleicht auch falsch abgebogen was Werte betrifft Und ich kann den Vorwurf dass es zu weich war durchaus verstehen.
00:24:39: Wir haben uns in den letzten Jahren in vielen Organisationen gar nicht mehr so richtig rausgetraut, in eine Leistungskultur zu gehen.
00:24:48: Die ist aber auch notwendig – sie ist auch Teil der Wahrheit und eigentlich ein Riesenmotivator.
00:24:54: die Arbeit, die ich tue!
00:24:56: Wir haben bei einem Kunden ganz intensiv das Augenmerk auf das Produkt gelegt Und was damit passiert?
00:25:07: Wie das draußen ankommt Und das ist es, wofür man da ist und nicht für die hauptsächlich flexibler Arbeitswelt.
00:25:15: Das nette Zusammensein diese Konfliktfähigkeit, die gar nicht mehr da war.
00:25:20: also ich glaube Es tut uns gut wieder in diese Reibung zu gehen.
00:25:24: das müssen wir auch und ich denke dass es gar keine entweder oder Weich- oder Leistung Sondern die Wahrheit liegt wahrscheinlich dazwischen.
00:25:32: aber diesen Diskurs nehmen sich als dringend notwendig an auf allen Ebenen?
00:25:43: Ich denke gerade an ein Stichwort, was Sie eingangs aufgerufen haben.
00:25:49: Dass sie als AV-Logs-, als Beratungsunternehmen Methoden stark sind bei dieser Diskussion oder bei den Themen, gerade bei den letzten über die wir hier sprechen.
00:26:01: mit welchen Methoden arbeiten Sie da?
00:26:03: vielleicht das auch noch mal bisschen transparent machen für die Leute, die uns zuhören die dadurch vielleicht auch nochmal einen konkreten Eindruck, Einblick gewinnen wie sie arbeiten.
00:26:17: Ja absolut gern und das schafft auch den schönen Bogen wie ich finde zu unserer Diskussion gerade weil Werte und Kultur ändern sich ja nicht dadurch dass man drüber redet sondern man ändert Praktiken und Routinen also Verhaltensanker die dann wiederum was Neues mitbringen.
00:26:38: Das mache ich gerne an dem Beispiel fest!
00:26:42: Wir arbeiten intensiv daran, dass Teams hochgradig selbstorganisiert arbeiten können, damit.
00:26:47: Entscheidungen mit Bewerbsfähigkeit findet genau dann statt wenn man es selbst organisiert wie so eine Eingreiftruppe agieren kann.
00:26:55: und da war's bei einem Unternehmen immer jeder zum Chef gerannt Wenn er zu viel zu tun hatte oder zu wenig zu tun hat und sowas wie Schichtpläne aufsetzen, oder die Ressourcensteuerung machen für so eine ganze Truppe.
00:27:10: Das ist ne sehr nervige Arbeit.
00:27:13: Sehr zeitintensiv!
00:27:14: Und da kommt wie nicht bei Raushauser das am Ende trotzdem einer nörgelt.
00:27:19: Wir haben dort den Kapazitätenmarktplatz eingeführt als ein Meetingformat.
00:27:25: Neunzig Minuten dauert es.
00:27:26: Es ist sehr streng moderiert, hat einen strengen Ablauf wird auch vorbereitet und findet einmal im Monat statt.
00:27:35: Und was passiert da?
00:27:37: In diesem Ablauf klärt das Team Ressourcen- und Kapazitätenverteilung miteinander, und kann so abwägen – hey mir ist das zu viel und da will ich eigentlich etwas abgeben.
00:27:51: hier kann nicht mit reinkommen!
00:27:54: Das ermöglicht dieses Format Und im Handumdrehen, wenn das einmal etabliert ist.
00:28:00: Das muss auch regelmäßig stattfinden sollte man mindestens mal für einen halben bis dreiviertel Jahr verprobend an Feinschleifen und es wird in der Regel auch nachhaltig umgesetzt.
00:28:11: also wir haben Kunden die das seit drei Jahren dankend annehmen weil dadurch selbst klärt wer wo wir im einsatz ist und da wer gleich noch mit bespricht hat.
00:28:21: das sind neue chancen.
00:28:22: da eine neue idee.
00:28:23: die hat noch kein der sich drum kümmert.
00:28:25: wie setzt man das an?
00:28:27: das klären die da gleich mit.
00:28:28: dass entlastet die führungsperson enorm.
00:28:32: die kann sich dann wieder um ne strategische entwicklung kümmern und das team es motiviert weil's des eigene schicksal in den hand nimmt.
00:28:40: Die arbeit viel mehr selbst steuert.
00:28:44: Das gehört auch zu einem starken Team in den Konflikt reingeht.
00:28:48: Leute, wie ist das hier zu viel?
00:28:50: Ich habe das übernommen und bei den Schichten ziehe ich auch immer den Kürzerin.
00:28:55: Das lernen die dann wieder dank der Struktur, dank der Methodik selbst.
00:29:00: Und das macht viel aus!
00:29:01: So bildet sich Kultur neu.
00:29:06: Klingt spannend... klingt so, als wäre man gerne mal dabei.
00:29:13: Das ist offenbar erfolgreich und eine gute Resonanz hat zeigt sich an dem Beispiel was Sie gerade sagen.
00:29:20: das Unternehmen über dass sie auch angesprochen haben das jetzt schon über längere Zeit macht also scheint es da sehr gut angekommen zu sein.
00:29:33: Ich frug auf die Uhr und die Zeit rennt schneller als ich dachte.
00:29:37: Und das Gespräch läuft auch anders, als ich es erwartet hatte, was ich aber sehr schön und sehr positiv empfinde.
00:29:44: will zur Abrundung noch mal zwei Fragen aufrufen.
00:29:50: Die eine ist Was haben Sie für einen Eindruck?
00:29:53: Wohin sich die Arbeitswelt in den nächsten Jahren entwickeln dürfte, entwickeln könnte, entwickeln wird?
00:30:01: Das ne spannende Frage!
00:30:05: Ich glaube, dass der Einzug künstlicher Intelligenz hier natürlich einen ganz großen Stellenwert haben wird und wir Arbeit deutlich hinterfragen werden.
00:30:19: Ich glaube aber daran das künstliche Intelligenzen nicht das Ende der Arbeit ist wie das manche gerade in vielen Szenarien aufzeigen wie viele Jobs wegfallen werden.
00:30:32: ich glaube Wir damit Arbeit aufwerten können, Dinge automatisieren und auf der anderen Seite aber Luft schaffen.
00:30:43: Ein Partner von uns hat das sehr schön dargestellt, es hat mir gut gefallen mit dem Beispiel des Autos.
00:30:48: Erst ist man komplett selbst gefahren dann hat man den Co-Piloten oder den Fahrassistenten, der die Spur hält und uns den Tempomat mit reinsetzt dass es im Momentes Level in dem wir sind was günstig Intelligenz betrifft Was das Arbeitsniveau betrifgt.
00:31:04: Und die Prognose dort ist ein ganz großes IT-Unternehmen, Softwareentwicklung machen und die Prognose dort war in Zukunft wird es das autonome Fahren sein.
00:31:15: Was macht man denn wenn das Auto autonom fährt?
00:31:19: Dann hat man Zeit für Gespräche, Zeit für Recherche, für neue Ideen.
00:31:26: Dieser Idee der Arbeitswelt möchte ich gerne folgen dass wir Wege finden, die unsere Wettbewerbsfähigkeit durch Menschlichkeit aufrecht erhalten werden.
00:31:39: Ja und abgesehen darf davon vielleicht noch ein Gedanke, weil die Kulturfrage im Moment so vehement ist.
00:31:49: wir diskutieren da ja auch ganz spannend rüber aus verschiedenen Blickwinkeln wo das ist ja ein regelrechter Kampf was es jetzt noch Kultur Wirksam was gut was weniger was brauchen.
00:32:02: Und ich glaube, dass wir an dieser Frage in den Unternehmen nicht drumherum kommen.
00:32:07: Das können wir nicht aussitzen und ignorieren.
00:32:09: Da müssen wir mit dran.
00:32:11: Solange Menschen in den Unternehmens sitzen und nicht nur irgendwelche Agents und Bots... ...und für uns die Arbeit machen?
00:32:19: Ich bin ja auch eher optimistisch.
00:32:22: allerdings stellen sich viele Fragen und auf jeden Fall ist es gut wenn die intensiv diskutiert werden.
00:32:28: in den Ja, das macht
00:32:32: ja auch viel mit Team-Dynamik.
00:32:34: Wir haben in unserer Expertise vor zwei Jahren gesagt, dass Szenario ist, dass wir in Zukunft in Teamkonstellationen sind und die KI immer noch mal im Rücken eines jeden sind.
00:32:47: Wie verändert sich dann eigentlich ein Team?
00:32:50: Aber ich bin still!
00:32:52: Wir könnten ewig weiter
00:32:54: sprechen.
00:32:54: Ich habe natürlich noch eine Frage weil Hier natürlich auch, das atmete ja auch in unserem Gespräch jetzt immer mal wieder durch über die Wirtschaft im Osten reden.
00:33:07: Sie sitzen in Leipzig.
00:33:09: seit vielen Jahren sind glaube ich auch hier gegründet worden der Standort Ost für ein Unternehmen wie Iris dass bundesweit unterwegs ist und ich weiß gar nicht auch im deutschsprachigen Raum im Ausland Aber auf jeden Fall bundesweit, was für eine Rolle spielt für Sie der Standort Ost?
00:33:35: Also schon rein aus eigener Verbundenheit zu Heimat einen ganz großen Stellenwert.
00:33:42: Ich glaube wir haben hier im Osten überhaupt keine Zeit für gemütliche Transformationsprozesse und gleichzeitig Erlebe ich den Osten schon immer auch durch die DDR-Geschichte als einen in vielen Teilen sogar Vorreiter, was Arbeitswelt betrifft.
00:33:59: Was auch die Frauenrollen betriffe und die Förderungen da sind.
00:34:04: Und das Selbstverständnis wie man Arbeit sieht – Ich glaube der kann etwas so viel draus machen!
00:34:10: Für mich ist der Osten ein Labor der Moderne.
00:34:14: Das Leitungsdruck war da, wir wissen was wir tun müssen.
00:34:17: Wir müssen mit den Kostenstrukturen klarkommen und dem Fachkräftemangel hantieren.
00:34:22: KI ist das große Versprechen aber oft noch unklar.
00:34:26: Ich glaube, dass können wir alles lösen.
00:34:28: Wir haben hier kurze Läge man kämmt sich, man entscheidet schnell, man packt es einfach an hat nicht so die trägelgewachsenen Strukturen von manch anderen Orten Und wir haben einen Pioniergeist.
00:34:41: Es macht Spaß Und ich glaube, wenn wir uns das gegenwärtig machen was uns auszeichnet und uns nicht kleinmachen sondern im Gegenteil dann kann hier ganz viel passieren.
00:34:53: Toll klingt auch ganz prima!
00:34:57: Ich nehme das Wort den Begriff Selbstverständnis andere Selbstverständnissen mit Ein Thema oder ein Stichwort, was noch zu einer intensiveren Diskussion inspiriert.
00:35:11: Das schaffen wir jetzt hier nicht aber das finde ich sehr spannend.
00:35:15: herzlichen Dank Frau Zillmann dass Sie hier mitgemacht haben bei Wirtschaft im Osten.
00:35:19: vielen dank dass sie dabei
00:35:20: waren.
00:35:21: Ich habe
00:35:27: zu tanken und auf allen relevanten Kanären.
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